Deutsche Rentenversicherung

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Berufliche Tätigkeiten, arbeitsbedingte Belastungen und die Wirkung von rentenrechtlichen Änderungen auf den Renteneintritt

Prof. Dr. Bernhard Boockmann und Dr. Natalie Laub (beide IAW)

Zum Projekt

Bei der Wirkung von Rentenreformen auf individuelle Verläufe sind individuelle, berufsbezogene, betriebliche und gesellschaftliche Dimensionen zu unterscheiden. Diese Faktoren moderieren die Effekte von Rentenregelungen und Rentenreformen auf den Rentenzugang und den Erwerbsstatus: Je nach Kontextfaktoren sind die Wirkungen von Reformen unterschiedlich stark. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der beruflichen Dimension, und zwar genauer auf den belastungs- und tätigkeitsbezogenen Faktoren. So könnten beispielsweise weniger stark belastete Beschäftigte eher in der Lage sein, Arbeitslosigkeitsepisoden vor Renteneintritt zu vermeiden oder nach Arbeitslosigkeit wieder in eine Erwerbstätigkeit einzutreten. Beschäftigte in Berufen, deren Anforderungen einem starken Wandel unterliegen, scheiden möglicherweise früher aus dem Erwerbsleben aus als Beschäftigte in anderen Berufen und müssen Zeiträume zwischen der Erwerbstätigkeit und dem Rentenbezug durch den Bezug von Transferleistungen oder auf andere Art überbrücken.
Das Forschungsvorhaben verbindet zwei Literaturstränge, nämlich einerseits die Ermittlung kausaler Effekte von Rentenreformen und andererseits den Einfluss von arbeitsbedingten Belastungen und beruflichen Tätigkeiten auf den Rentenübergang.
Mit der differenzierten Betrachtung der Wirkungen von Rentenreformen soll das beantragte Projekt Beiträge zu einer wichtigen sozialpolitischen und gesellschaftlichen Frage liefern, nämlich wie unterschiedliche Versicherte jeweils von Rentenreformen betroffen sind. Dadurch können sozialpolitische Unterstützungsbedarfe ermittelt und Informationen für künftige Diskussionen zur Gestaltung des Rentensystems bereitgestellt werden.