Erwerbsminderungsphasen im Übergang in die Altersrente - Eine Untersuchung der Einbettung von Erwerbsminderung mit Fokus auf die späte Lebensphase

Prof. Dr. Dirk Hofäcker und Björn Seitz (beide Universität Duisburg-Essen)

Die Kurzstudie befasst sich mit den späten Erwerbsverläufen von Personen mit Erwerbsminderungserfahrung. Sie intendiert die Bearbeitung von vier zusammenhängenden Forschungsfragen:
1. Welche Erwerbsverlaufstypen lassen sich bei Menschen mit Erwerbsminderungserfahrung in der Lebensphase ab 50 Jahren identifizieren und mit welchen Höhen an Rentenanwartschaften sind sie jeweils verknüpft?
2. Inwiefern treten unmittelbar vor einer Erwerbsminderung mehrere Erwerbszustände gleichzeitig sowie parallel zu einer Erwerbsminderungsrente weitere Erwerbszustände auf? Welche Muster sind diesbezüglich häufig zu beobachten?
3. In welcher Häufigkeit und in welcher Form wird im Übergang von Phasen der Erwerbminderung in die Altersrente nochmals eine Erwerbstätigkeit aufgenommen?
4. Inwiefern lassen sich bei erwerbsgeminderten Menschen im späteren Lebensalter noch Rückkehrwünsche in Erwerbsarbeit identifizieren?
Der Bezug zur Deutschen Rentenversicherung ergibt sich insbesondere über die beabsichtigten Vergleiche zwischen den identifizierten Erwerbsverlaufstypen mit Blick auf die damit verknüpften Rentenanwartschaften. Auf diese Weise kann Kenntnis gewonnen werden hinsichtlich der erwerbsbiographischen Bedingungen eines gesetzlichen Renteneinkommens oberhalb der Armutsgrenze. Für die Abschätzung der Folgekosten im Zuge des demographischen Wandels ist auch eine detaillierte Analyse der Arbeitsmarktanbindung und -rückkehr erwerbsgeminderter Menschen von Relevanz. Dies betrifft die Frage, in welcher Häufigkeit ältere Erwerbsgeminderte noch Erwerbstätigkeit aufweisen und inwiefern sich die Altersübergänge dieser Menschen sowohl mit Blick auf die Wiederaufnahme von Erwerbsarbeit als auch hinsichtlich