Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA)

Das FNA ist für die Rentenversicherung wissenschaftliche Ressource und Förderinstrument der Alterssicherungsforschung zugleich. Die Rentenversicherung fördert mit dem FNA die Forschung im Bereich der Alterssicherung und schafft damit wissenschaftlich fundierte Grundlagen für die eigene Arbeit, für Wissenschaft und Politik und für die allgemeine Öffentlichkeit. Das FNA hat die Aufgabe, Fragen zur Alterssicherung mit Relevanz für die Gesetzliche Rentenversicherung aufzugreifen und durch Förderung der Forschung zu deren Beantwortung beizutragen. Ziel ist dabei für eine fundierte und systematische Analyse von Fragen zur Alterssicherung zu sorgen, um die Basis für eine rationale Alterssicherungspolitik zu verbessern. Insgesamt fördert das FNA die Forschung zur Alterssicherung mit zahlreichen Instrumenten, die von der Finanzierung von Forschungsprojekten über die Vergabe von Förderstipendien und die Austragung von Workshops und Tagungen bis hin zu der jährlichen Verleihung eines Forschungspreises reichen.

Aktuelles

Fachdialog: "Geschlechtergerechte Reformen in der Alterssicherung" am 29.11.2019 in Berlin
Eine gemeinsam von dem Deutschen Juristinnenbund (djb) und dem Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA) der Deutschen Rentenversicherung Bund organisierte Veranstaltung

Beschreibung:
Die intensive Diskussion über eine Grundrente zeigt den Handlungsbedarf für eine ausgewogene und existenzsichernde Altersversorgung für alle Menschen in Deutschland. Von einer solchen Grundrente sollen vor allem auch Frauen profitieren. Die diskutierten Vorschläge für eine Grundrente werfen allerdings nicht nur rechtliche Probleme auf, sondern können zudem als Instrument zur Vermeidung von Altersarmut bzw. zur Anerkennung der Lebensleistung wenig überzeugen. So richtig die Diskussion um eine angemessene und ausreichende Alterssicherung gerade für Frauen ist, verstellt der Fokus auf die verschiedenen Vorschläge für die Grundrente auch in der Fachöffentlichkeit den Blick auf andere Gestaltungsoptionen für eine geschlechtergerechte Alterssicherung.
Der initiierte Fachdialog „Geschlechtergerechte Reformen in der Alterssicherung“ soll diesen Blick weiten und eine fachkundige Diskussion über die Möglichkeiten einer geschlechtergerechten Alterssicherung ermöglichen.
 
Auf der Grundlage aktueller Daten zu den Erwerbsbiografien und der Alterssicherung von Frauen werden Anforderungen an eine geschlechtergerechte Alterssicherung formuliert. Danach werden alternative Reformansätze innerhalb des Alterssicherungssystems, aber auch im Steuerrecht, vorgestellt. Ganz im Sinne eines Fachdialogs ist viel Zeit für Diskussionen mit den Teilnehmenden der Veranstaltung vorgesehen.

Informationen zu Programm, Anmeldung und Tagungsort finden Sie über den Veranstaltungslink:
https://drvbund-fna.yve-tool.de/public_registration/10598?pw=Ag838314

Abendveranstaltung zum Abschluss des FNA-Projekts "Wer bezieht Grundsicherung im Alter? - Eine empirische Analyse der Nichtinanspruchnahme" am 09.12.2019 in Berlin
Eine sozialpolitische Diskussionsveranstaltung des FNA

Beschreibung:
Das Altersarmutsrisiko heute und insbesondere seine künftige Entwicklung sind wichtige Themen in gesellschaftlichen Debatten und der rentenpolitischen Diskussion. Mit einer vom Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA) der Deutschen Rentenversicherung Bund geförderten Studie wollen wir diese Debatte mit wissenschaftlichen Befunden erweitern, indem wir einen genauen Blick auf die sog. verdeckte Armut werfen. Die Autor*innen des DIW Berlin Hermann Buslei, Johannes Geyer, Peter Haan und Michelle Harnisch haben in ihrer Studie mithilfe eines komplexen Simulationsmodells mit Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) für die Jahre 2010-2015 identifiziert, welche Menschen im Rentenalter zwar die Anspruchsvoraussetzungen für den Bezug der Grundsicherung erfüllen, aber dennoch keine Leistungen beziehen. Auf Basis dieser Simulationen können die Autor*innen aufzeigen, wie viele Menschen auf ihren Grundsicherungsanspruch verzichten, in welcher Höhe die Betroffenen auf einen Anspruch verzichten, unter welchen sozialstrukturellen Bedingungen es besonders häufig zur Nichtinanspruchnahme kommt und wie sich die Lebenslage der Betroffenen bei einer vollen Inanspruchnahme verändern würde.
Gemeinsam mit den Studienautor*innen und den beiden einschlägig ausgewiesenen Wissenschaftler*innen Dr. Kerstin Bruckmeier (IAB Nürnberg) und Prof. Dr. Georg Cremer (Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes a.D, Universität Freiburg) werden wir der Öffentlichkeit im Rahmen einer Abendveranstaltung die Studienergebnisse präsentieren und über die methodischen und sozialpolitischen Herausforderungen der Befunde diskutieren. Wir hoffen so gemeinsam mit Ihnen in einen fruchtbaren Austausch über die Bedeutung der Studie für die sozialpolitische Debatte zu treten.

Informationen zu Programm, Anmeldung und Tagungsort finden Sie über den Veranstaltungslink:
https://drvbund-fna.yve-tool.de/public_registration/10640?pw=Aa233143

Neue Publikation: Erwerbsverläufe von Frauen und Männern mit niedrigen Versichertenrenten

Prof. Dr. Martin Brussig, Lina Zink, Dominik Postels (Institut Arbeit und Qualifikation, Universität Duisburg-Essen): „Erwerbsverläufe von Frauen und Männern mit niedrigen Versichertenrenten“

Für die sozialpolitische Diskussion um die Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung ist es von erheblicher Bedeutung, ob niedrige Renten etwa aufgrund von fehlenden Versicherungszeiten, langen Erwerbsunterbrechungen, langjähriger Teilzeittätigkeit oder aufgrund langjähriger Vollzeittätigkeit im Niedriglohnbereich entstanden sind. Vor diesem Hintergrund untersuchte das vom FNA geförderte Forschungsprojekt die Erwerbs- und Versicherungsverläufe von Niedrigrentenbezieherinnen und -beziehern mit einer langen Versicherungsdauer (mindestens 30 Jahre an rentenrechtlichen Zeiten) und ging der Frage nach, wodurch deren Erwerbsverläufe gekennzeichnet sind. Besonderes Gewicht liegt auf einer differenzierten Betrachtung der drei für den Rentenanspruch maßgeblichen Komponenten „Stundenlohn“, „Versicherungsdauer“ und „Arbeitszeit“.

Die Forschungsergebnisse sind als Monografie mit dem Titel "Erwerbsverläufe von Frauen und Männern mit niedrigen Versichertenrenten" erschienen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Verlages Duncker und Humblot.

Neue Publikation: Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung: ein statistisches Kompendium

Dr. Bruno Kaltenborn hat von 2013 bis 2018 in mehreren Projekten verschiedenste Aspekte zur Entwicklung der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung untersucht. In der kürzlich erschienenen DRV Schrift „Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung: ein statistisches Kompendium“ hat er die Ergebnisse seiner Arbeiten aktualisiert und zusammengeführt. Damit gibt es nun eine grundlegende statistische Übersicht, die wesentliche Informationen zur Grundsicherung wegen Alters und Erwerbsminderung in gebündelter Form bereitstellt, so z.B. zur Altersstruktur der Empfänger*innen, der Höhe und Verteilung der Bedarfe usw. sowie mit der Projektion der Weiterentwicklung der Grundsicherung wegen Alters bis 2030 auch einen kleinen Blick in die Zukunft wagt. Die DRV Schrift können Sie hier herunterladen: Downloadlink

Neue Publikation: Rente im Dritten Reich. Die Reichsversicherungsanstalt für Angestellt 1933-1945

Prof. Dr. Paul Erker, Prof. Dr. Dierk Hoffmann: "Alterssicherungssystem und Reichsversicherungsanstalt in der "Volksgemeinschaft" – Die Geschichte der Rentenversicherung in der NS-Zeit

Die Ergenbisse des vom FNA geförderten Projekt "Alterssicherungssystem und Reichsversicherungsanstalt in der "Volksgemeinschaft" – Die Geschichte der Rentenversicherung in der NS-Zeit." sind als Monografie mit dem Titel "Rente im Dritten Reich. Die Reichsversicherungsanstalt für Angestellt 1933-1945" erschienen und als Open Access Publikation beim Verlag DeGruyter Oldenburg verfügbar.