Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA)

Das FNA ist für die Rentenversicherung wissenschaftliche Ressource und Förderinstrument der Alterssicherungsforschung zugleich. Die Rentenversicherung fördert mit dem FNA die Forschung im Bereich der Alterssicherung und schafft damit wissenschaftlich fundierte Grundlagen für die eigene Arbeit, für Wissenschaft und Politik und für die allgemeine Öffentlichkeit. Das FNA hat die Aufgabe, Fragen zur Alterssicherung mit Relevanz für die Gesetzliche Rentenversicherung aufzugreifen und durch Förderung der Forschung zu deren Beantwortung beizutragen. Ziel ist dabei für eine fundierte und systematische Analyse von Fragen zur Alterssicherung zu sorgen, um die Basis für eine rationale Alterssicherungspolitik zu verbessern. Insgesamt fördert das FNA die Forschung zur Alterssicherung mit zahlreichen Instrumenten, die von der Finanzierung von Forschungsprojekten über die Vergabe von Förderstipendien und die Austragung von Workshops und Tagungen bis hin zu der jährlichen Verleihung eines Forschungspreises reichen.

Aktuelles

FNA-Jahrestagung 2021 "Nachhaltigkeit in der Alterssicherung" am 11. und 12 Februar 2021

Am 11. und 12. Februar fand die FNA-Jahrestagung in digitaler Form statt. Die Website für die Tagung finden Sie hier: https://fna-rv.we-bcast.de/ 

Bitte schauen Sie sich auf unserer Tagungswebsite um. Wir empfehlen auch einen Besuch im  "Raum für Nachhaltigkeit". Dort finden Sie Videoarbeiten junger Wissenschftler'innen, die ihren Blick auf die Nachhaltigkeit in der Alterssicherung zeigen. Es lohnt sich.

Sie finden die Präsentationen auch auf unserer Website (www.fna-rv.de) unter dem Menüpunkt FNA-Jahrestagung/FNA-Jahrestagung 2021

Tagung "Arbeitsmarktintegration im Alltag" vom 2. bis zum 4. Dezember 2020

Im Rahmen des vom Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA) geförderten Projektes „Hindernisse und Potentiale für die Berufstätigkeit bei teilweiser Erwerbsminderung. Eine Typologie der Arbeitsbeziehungen zwischen Arbeitgebern und gesundheitlich beeinträchtigten Personen“ (ERMTYP) fand zwischen dem 02. bis 04. Dezember 2020 eine interdisziplinäre (digitale) Tagung statt. Unter dem Titel „Arbeitsmarktintegration im Alltag. Inklusionsbedarf von gesundheitlich beeinträchtigten und anderen Arbeitnehmer*innen“ kooperierten das Fachgebiet für Methoden der empirischen Sozialforschung (Prof. Dr. Nina Baur, Dr. Jannis Hergesell), das DFG-Graduiertenkolleg „Innovationsgesellschaft heute“ (Jana Albrecht) sowie das FNA (Dr. Leila Akremi) und konzipierten die Tagung als explizit interdisziplinäre Veranstaltung.

Das übergeordnete Ziel der Tagung war es einen Überblick über das zwar stark ausdifferenzierte, aber unübersichtlich und sich nur begrenzt wahrnehmende Feld der sozialwissenschaftlichen Return-to-Work-Forschung zu erhalten. Zusätzlich zu dieser thematischen Öffnung und der interdisziplinären Ausrichtung sollte sowohl ein Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis erreicht werden als auch ein Vergleich von gesundheitsbezogener betrieblicher Interaktion mit weiteren Integrationsfeldern, etwa der Inklusion von Migrant*innen, diskutiert werden. Das Projekt ERMTYP nutzte die Tagung auch, um erste Ergebnisse, vornehmlich die Erstellung eines Prozessmodells von gelingenden Return-to-Work-Prozessen, mit Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis zu diskutieren und sich für die weitere Projektlaufzeit zu vernetzen.

Insgesamt war die Tagung – trotz mehrfacher, pandemiebedingter Reorganisation – ein Erfolg mit durchweg positiver Resonanz der Teilnehmer*innen. Es gelang einen vertieften Überblick über das Forschungsfeld zu gewinnen, konstruktive Kritik an den Zwischenergebnissen des Projektes zu erhalten sowie langfristige Kooperationen anzubahnen. Ausgewählte Beiträge der Tagung werden in zwei Heften der Zeitschrift für sozialen Fortschritt sowie, online verfügbar, im Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht veröffentlicht.

Forschungspreisträgerin 2020: Dr. Jutta Schmitz-Kießler

Einmal im Jahr lobt das FNA einen hochdotierten Forschungspreis für herausragende Qualifikationsarbeiten im Bereich der Alterssicherungsforschung aus. Für den Forschungspreis können Masterarbeiten, Promotionen und Habilitationsschriften eingereicht werden. Der FNA Beirat wählt in einem unabhängigen Begutachtungsverfahren die beste wissenschaftliche Arbeit aus dem Kreis der Bewerbungen aus und empfiehlt die Preisvergabe durch den Bundesvorstand.
Auf der Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund wurde Dr. Jutta Schmitz-Kießler mit dem FNA-Forschungspreis 2020 in einem festlichen Rahmen geehrt und stellte ihre prämierte Arbeit den Delegierten vor. Der Titel ihrer preisgekrönten Dissertation lautet: „Erwerbstätigkeit trotz Rente? Zum Bestand, den Motiven und der sozialpolitischen Einordnung von erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentnern”.
Weitere Informationen erhalten Sie hier

Publikation: "Altersgrenzen als Referenzpunkte für individuelle Rentenentscheidungen"

Prof. Dr. Arthur Seibold ist der Preisträger des FNA-Forschungspreises 2019. In diesem Beitrag stellt er in klar verständlicher Sprache seine preisgekrönte Dissertation vor. Seibold zeigt auf, dass Altersgrenzen einen starken, direkten Einfluss auf Rentenentscheidungen haben, der entgegen ökonomischen Standardmodellen nicht mit damit verbundenen finanziellen Anreizen erklärt werden kann. Altersgrenzen scheinen vielmehr von Versicherten als psychologische Referenzpunkte für den Zeitpunkt des Renteneintritts wahrgenommen zu werden.

Den in der DRV 3/2020 erschienen Aufsatz können Sie hier herunterladen: [Downloadlink]

Publikation: "Migration und ihre Folgen für die Altersrente: ein differenzierender Blick auf Zugewanderte in Deutschland"

Dr. Janina Söhn stellt in diesem Beitrag die Ergebnisse eines durch das FNA geförderten Projekts vor. Sie untersucht empirisch in welchem Ausmaß Zugewanderte Zugang zu einer eigenen gesetzlichen Altersrente haben und wie sich der Nichtbezug auf das Armutsrisiko auswirkt. Zudem analysiert sie welche unterschiedlichen Erwerbsverlaufsmuster bis zum Rentenantritt zu welchen durchschnittlichen Rentenbeträgen führen. Dabei geht sie ebenfalls auf maßgebliche Einflüsse ein, um Rentenunterschiede zwischen Zugewanderten und Einheimischen sowie Unterschiede innerhalb der Gruppe von Migrantinnen und Migranten zu erklären.

Den in der DRV 3/2020 erschienen Aufsatz können Sie hier herunterladen: [Downloadlink]