Deutsche Rentenversicherung

Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA)

ESIP’s annual pension workshop

Die Europäische Plattform für Sozialversicherung (ESIP) und das Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA) veranstalten am 11. März in Berlin einen Workshop zum Thema „Pensions and Active Ageing in Europe: ESIP’s Annual Pension Workshop“.

Der vierte ESIP-Pension-Workshop bringt Führungskräfte, politische Entscheidungsträger:innen, Forscher:innen und Praktiker:innen aus Sozialversicherungsträgern, EU-Institutionen und der OECD zusammen. Die Teilnehmer:innen werden untersuchen, wie Europa ältere Menschen dabei unterstützen kann, bis zum Rentenalter und darüber hinaus aktiv zu bleiben, und zwar durch angepasste Arbeitsbedingungen, flexible Rentenregelungen und gezielte Anreize innerhalb der Rentensysteme.

Weitere Infos zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.

FNA-Fachgespräch

Am 12. März findet von 14:00 bis 15:30 ein Fachgespräch zu den Ergebnissen des Projekts "Erwerbsminderungsrente – Die Rolle des Partnerschaftskontexts beim Zugangsrisiko" statt. Alberto Lozano Alcántara, Laura Romeu Gordo, Julia Simonson und Claudia Vogel stellen im Gespräch mit Simone Scherger (Universität Bremen) ihre Projektergebnisse vor.

Weiter Informationen zum Projekt und zum Fachgespräch finden Sie hier.

FNA-Newsletter 1/2026

Themen unter anderem:

  • Rückblick auf die FNA-Jahrestagung 2026
  • Start des Projekts: „Ehe, Kinder, Scheidung: Welchen Einfluss haben Familienereignisse auf das Renteneinkommen? Frankreich und Deutschland im Vergleich.”
  • Neue Datensätze aus dem FDZ-RV
  • Hinweise auf die nächsten Veranstaltungen des FNA
  • Verleihung des FNA-Forschungspreises
  • Start der Discussion Paper Series

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FNA-Jahrestagung 2026

Am 29. und 30. Januar fand in in Berlin die FNA-Jahrestagung mit dem Thema „Alterssicherung auf drei Säulen? Gestern – heute – morgen" statt.

2001 begann mit dem Altersvermögensgesetz der Paradigmenwechsel in der Alterssicherung. Mit der Fokussierung auf das Ziel der Beitragssatzstabilität in der gesetzlichen Rentenversicherung rückte das Leistungsziel in den Hintergrund und es erfolgte im Zuge der Reform somit ein Umschwung von einer ausgabenorientierten Einnahmepolitik hin zu einer einnahmeorientierten Ausgabenpolitik. Grundsätzlich gilt seitdem, dass die gesetzliche Rentenversicherung nicht mehr die Absicherung des Lebensstandards im Alter gewährleistet, sondern dies nur noch im Zusammenspiel mit der betrieblichen Altersversorgung und der privaten Altersvorsorge möglich ist. Lebensstandardsicherung auf drei Säulen heißt das neue Leitbild. Freiwillige, staatlich geförderte kapitalmarktbasierte Alterssicherung soll einen Teil der umlagefinanzierten Alterssicherung ersetzen.

Rund 25 Jahre später ist es Zeit für eine kritische Bilanz dieser Reform, die der damalige Minister für Arbeit und Sozialordnung, Walter Riester, als „die größte Sozialreform, die in der Nachkriegszeit gemacht worden ist“ und „als für unser Land überlebensnotwendige Reform“ bezeichnet hat.

Weitere Informationen wie z. B. die Präsentationen und das Programm erhalten Sie hier.

FNA-Forschungspreis

Der FNA-Forschungspreis 2025 geht an Dr. Carla Rowold – Herzlichen Glückwunsch!

Preisübergabe Rowold Quelle: Stefanie Brüning/DRV Bund Anja Piel, Gundula Roßbach, Dr. Carla Rowold, Uwe Hildebrandt und Alexander Gunkel

In seiner Laudatio auf der Bundesvertreterversammlung am 10. Dezember würdigte der Vorsitzende des Bundesvorstands der DRV Bund, Alexander Gunkel, Carla Rowolds Dissertation als sehr ambitioniert und sozialpolitisch höchst relevant.

Sie untersucht in ihrer soziologischen Dissertation die Ursachen für die hohen Gender Pension Gaps (GPG). Mittels eines breiten Methodenspektrums identifiziert sie die geschlechtsspezifische Verteilung unbezahlter Sorgearbeit über den Lebensverlauf hinweg als eine der Hauptursachen hierfür. So zeigt sie auf, wie wohlfahrtsstaatlich begünstigt geschlechtsspezifische Lebensverläufe in Kombination mit deren unterschiedlichen Bewertung durch das Rentenregime zur Reproduktion von Ungleichheiten im Alter führen. Der Fokus der Arbeit liegt auf Deutschland, aber ländervergleichende Analysen (Italien, Niederlande) sind ebenfalls Bestandteil.

Im Ergebnis fordert Rowold eine gleichmäßigere Verteilung der Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern, den Zugang für Frauen zu erwerbsorientierten Lebensläufen, aber auch die Berücksichtigung von Effekten vergangener und gegenwärtiger Sozialpolitik. Eine lebenslaufsensitive Rentenpolitik sollte schließlich zur Vermeidung der Reproduktion von geschlechtsspezifischen Ungleichheiten im Alter beitragen.

Wir gratulieren ganz herzlich!

Interview mit Frau Rowold

25 Jahre FNA

2026 feiert das Forschungsnetzwerk Alterssicherung sein 25-jähriges Bestehen. Das bietet Anlass zu fragen: Warum wurde das FNA gegründet? Womit befasst es sich? Und was ist für die Zukunft wichtig? Diesen Fragen widmet sich unser Jubiläumsfilm. Viel Spaß beim Anschauen.

Jubiläumsfilm 25 Jahre FNA