Zum Projekt
Der Wegfall der Hinzuverdienstgrenze ermöglicht seit 2023 einen unbegrenzten Hinzuverdienst neben der Rente. Der bisher geltende Grundsatz „Rente ersetzt Erwerbeinkommen“ wird durch die Möglichkeit des parallelen Bezugs von Rente und Einkommen abgelöst. Vor dem Hintergrund eines sich eintrübenden Arbeitsmarkts stellt sich die Frage, wie die Möglichkeit des Hinzuverdiensts neben der Rente in den Jahren 2024 und 2025 genutzt wird.
Im Forschungsprojekt soll gezeigt werden, wie sich der Anteil der Altersrentnerinnen und -rentner (konkret der besonders langjährig Versicherten, der langjährig Versicherten und derjenigen mit Schwerbehinderung) mit großem Hinzuverdienst seit 2023 im Vergleich zum vor-Reformzeitraum verändert hat. Zudem wird untersucht, ob sich die Dauer im vorzeitigen Rentenbezug durch die Möglichkeit des unbegrenzten Hinzuverdiensts verlängert und wie sich die Abschaffung der Hinzuverdienstgrenze auf das Arbeitsangebotsverhalten auswirkt. Ein Schwerpunkt des Projekts soll darauf liegen, zu untersuchen, in welchen Berufsgruppen Altersrentnerinnen und -rentner mit einem großen Hinzuverdienst, vermehrt tätig sind und ob dies mit der Beschäftigungsentwicklung in diesen Berufsgruppen im Zusammenhang steht.
Hierfür werden die Statistiken der aktiv Versicherten und des Rentenbestands von 2018 bis 2025 sowie der Rentenzugänge von 2011 bis 2025 miteinander verknüpft. Zudem wird mit Daten der Bundesagentur für Arbeit die Beschäftigungsentwicklung in den Berufsgruppen und nach Anforderungsniveau sowie die Altersstruktur in den Berufsgruppen zwischen 2018 und 2025 erfasst.