Deutsche Rentenversicherung

"Erwerbsminderungsrente – Die Rolle des Partnerschaftskontexts beim Zugangsrisiko"

Dr. Laura Romeu Gordo, Dr. Julia Simonson, Alberto Lozano Alcántara (alle DZA), Prof. Dr. Claudia Vogel (Hochschule Neubrandenburg)

Projektmitarbeiter:

Projektlaufzeit: 2024-2025

Zum Projekt

In dem Projekt wurden die Risikofaktoren für den Bezug einer Erwerbsminderungsrente unter Berücksichtigung des Partnerschaftskontextes untersucht.

Laut empirischer Studien leben immer mehr Menschen in Deutschland alleine. Dieser Trend, kombiniert mit der Idee, dass jeder für seine eigene Altersvorsorge selbst verantwortlich ist, kann im Falle einer Erwerbsminderung problematisch sein. In der Studie wurde untersucht, inwieweit der Partnerschaftskontext sich auf das Risiko einer Erwerbsminderung auswirkt. Bisherige Studien zu Risiko- und Schutzfaktoren bezüglich des Entstehens von Erwerbsminderung fokussieren jedoch meist die Individualebene. Das Projekt widmet sich dem Schließen dieser Forschungslücke und fragt, ob Partnerschaften einen Effekt auf das Zugangsrisiko zu Erwerbsminderungsrente der gesetzlichen Rentenversicherung haben und falls dem so ist, wie dieser ausgestaltet ist. Die Ergebnisse weisen nach, dass Personen mit Partner:innen im gemeinsamen Haushalt ein signifikant geringeres Erwerbsrentenzugangsrisiko aufweisen als alleinlebende Menschen. Zudem können auch Zusammenhänge zwischen den Charakteristika (wie Bildung, Erwerbstätigkeit oder Gesundheit) der Partner:innen  aufgezeigt werden.