Liebe Leser:innen,
nicht erst mit der Veröffentlichung des Abschlussberichts der Alterssicherungskommission rücken Fragen rund um die Ausgestaltung des Rentensystems ins Zentrum des gesellschaftlichen und politischen Interesses. Damit geht auch die Frage einher, welche Antworten die Forschung liefern kann und muss. Das FNA setzt genau hier an, wie auch diese Ausgabe des FNA-Newsletters zeigt.
Themen dieser Ausgabe sind unter anderem:
- Start des Projekts „Wohlfahrtseffekte der Einführung des Grundrentenzuschlags“
- Rückblick auf den gemeinsamen ESIP-FNA-Pension-Workshop
- Anstehende Veranstaltungen und Termine des FNA
In diesem Jahr feiern wir das 25-jährige Bestehen des FNA. Seit der Gründung im Jahr 2001 widmet es sich der Förderung exzellenter Forschung zu genau jenen Fragen, die auch heute noch die politische und gesellschaftliche Debatte bewegen. Anlässlich des Jubiläums möchten wir nicht nur zurückblicken, sondern auch nach vorn schauen: In einem geplanten Sonderband laden wir herzlich ein, theoretisch-konzeptionelle und empirische Beiträge einzureichen, die aktuelle Perspektiven bündeln und neue Forschungsdesiderate identifizieren. Wir sind gespannt, welche Ideen die nächsten 25 Jahre der Alterssicherungsforschung prägen werden.
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen
FNA-Geschäftsstelle
Leonie Koch
Projektabschluss „Determinanten der Erwerbsperspektive bei den Babyboomern – die Rolle der Finanzen“
Nina Garthe und Hans Martin Hasselhorn von der Universität Wuppertal haben ihr Projekt „Determinanten der Erwerbsperspektive bei den Babyboomern – die Rolle der Finanzen“ abgeschlossen.
Auf Basis der vierten Welle der Studie „leben in der Arbeit“ (lidA-Studie) haben unsere Projeknehmer:innen den Einfluss der Faktoren Finanzen, Arbeitsfähigkeit, Gesundheit, privates Umfeld und Arbeit auf die Erwerbsperspektive älterer Beschäftigter untersucht. Sie haben analysiert, wie lange Beschäftigte meinen, erwerbstätig sein zu wollen, zu können bzw. planen, erwerbstätig zu bleiben. Ein weiteres Ziel des Projekts war es zu überprüfen, inwiefern sich der Einfluss der einzelnen Faktoren in Hinblick auf Geschlecht, Alter und die finanziellen Ressourcen der Babyboomer in seiner Stärke unterscheidet.
Die Ergebnisse zeigen, dass die untersuchten Faktoren einen erheblichen Einfluss auf die subjektive Erwerbsperspektive ausüben. Die Ergebnisse unterstreichen damit die Komplexität, mit der ältere Beschäftigte ihre späten Erwerbsjahre betrachten, indem sie abwägen, wie lange sie arbeiten möchten, können und planen zu arbeiten. In ihre Überlegungen beziehen sie viele Faktoren innerhalb wie außerhalb der Arbeitswelt ein. Die Forscher:innen schlussfolgern, dass für zukünftige Forschung die Bedeutung einer klaren Auswahl und differenzierten Abgrenzung verschiedener Operationalisierungen der subjektiven Erwerbsperspektive wichtig ist. Darüber hinaus sollten Analysen zu diesem Thema, sofern möglich, altersstratifiziert durchgeführt werden.
Weitere Informationen und den ausführlichen Projektbericht gibt es hier:
▶ Determinanten der Erwerbsperspektive bei den Babyboomern – die Rolle der Finanzen
Projektstart „Wohlfahrtseffekte der Einführung des Grundrentenzuschlags“
Mit dem Grundrentenzuschlag hat der Gesetzgeber eine neue Leistung eingeführt, die Menschen mit langjähriger Erwerbstätigkeit und niedrigen Einkommen im Alter finanziell besser absichern soll. In einem vom FNA geförderten Forschungsprojekt untersucht Manuel Pannier (LMU München), welchen gesellschaftlichen Nutzen diese Maßnahme hat und welche Kosten damit verbunden sind.
Dabei analysiert Pannier, ob und wie der Grundrentenzuschlag Entscheidungen rund um Erwerbstätigkeit und Renteneintritt beeinflusst – sowohl vor als auch nach dem Renteneintritt. Zudem untersucht er, ob sich das Inanspruchnahmeverhalten des Wohngelds verändert.
Um den gesellschaftlichen Nutzen des Grundrentenzuschlags zu bewerten, kombiniert Pannier Einstellungen zur Umverteilung in der Bevölkerung mit Analysen zu den finanziellen Verbesserungen für Empfänger:innen dieser Leistung. Seine empirischen Analysen basieren auf verschiedenen Datensätzen des FDZ-RV.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf unserer Website:
▶ Wohlfahrtseffekte der Einführung des Grundrentenzuschlags
FNA-Fachgespräch „Erwerbsminderungsrente – Die Rolle des Partnerschaftskontexts beim Zugangsrisiko”
Mitte März fand das FNA-Fachgespräch zum Thema „Erwerbsminderungsrente – Die Rolle des Partnerschaftskontexts beim Zugangsrisiko” als Online-Veranstaltung statt.
Alberto Lozano Alcántara, Laura Romeu Gordo und Julia Simonson vom Deutschen Zentrum für Altersfragen zeigten zusammen mit Claudia Vogel von der Hochschule Neubrandenburg in ihrem Projekt, dass Personen, die mit ihren Partner:innen in einem gemeinsamen Haushalt leben, ein signifikant geringeres Zugangsrisiko in die Erwerbsminderungsrente aufweisen als alleinlebende Menschen. Zudem arbeiteten sie Zusammenhänge zwischen Charakteristika der Partner:innen wie z.B. Bildung, Erwerbstätigkeit oder Gesundheit und dem Zugangsrisiko heraus.
Simone Scherger von der Universität Bremen ging in ihrem Kommentar zum Abschlussbericht u.a. darauf ein, welche sozialpolitischen Implikationen sich aus den Ergebnissen ableiten lassen und zu welchen Punkten weiterer Forschungsbedarf besteht.
Im mit über 50 Teilnehmer:innen aus Wissenschaft und Praxis gut besuchten Fachgespräch entwickelte sich eine lebhafte Diskussion zu den Projektergebnissen. Deutlich wurde, dass Erwerbsminderung und Erwerbsminderungsrenten(zugang) genuine Fragen der Alterssicherung sind und eine sozialpolitisch-orientierte EM-Rentenforschung weiterhin vielen offenen Fragen gegenübersteht.
Alle Informationen rund um das Fachgespräch und das Projekt gibt es hier:
▶ Erwerbsminderungsrente – die Rolle des Partnerschaftskontexts beim Zugangsrisiko
4. ESIP-Pension-Workshop
Die Europäische Plattform für Sozialversicherung (ESIP) und das FNA luden im März zu einem gemeinsamen Workshop zum Thema „Renten & aktives Altern in Europa“ ein. Der vierte ESIP-Renten-Workshop brachte Führungskräfte, politische Entscheidungsträger:innen, Forscher:innen und Praktiker:innen aus Sozialversicherungsträgern, EU-Institutionen, der OECD und der Wissenschaft in Berlin zusammen.
Der rasche demografische Wandel treibt Reformen der Rentensysteme voran, die für die soziale Sicherung und die langfristige Tragfähigkeit der Renten immer wichtiger werden. Vor diesem Hintergrund betonte Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, in ihrer Begrüßung, dass es wichtig sei, stets und überall deutlich auf die Vorteile des Wohlfahrtsstaates hinzuweisen. Der Schutz der Menschen vor den Risiken des Lebens trägt wesentlich zu Stabilität, sozialem Frieden und nicht zuletzt auch zur Wettbewerbsfähigkeit bei, so Roßbach. Explizit verwies sie auch auf die wachstumsfördernde Rolle von Rehabilitation als sozialer Investition.
Anschließend gingen die Referent:innen auf die Notwendigkeit und die Herausforderung ein, ältere Menschen dabei zu unterstützen, bis zum Renteneintritt und darüber hinaus aktiv am Arbeitsmarkt teilzunehmen. Zu den Höhepunkten der Diskussionen zählten unter anderem folgende zentrale Aspekte:
- die Rolle der Anpassungsfähigkeit der Arbeitsbedingungen und die Notwendigkeit flexibler Regelungen für den Renteneintritt
- der Wert von Weiterbildungen und Umschulungen für Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen
- die Vorteile umfassender Präventions- und Rehabilitationsangebote
- die Bedeutung einer frühzeitigen Vorbereitung auf die Ruhestandsphase
Insbesondere die unterschiedlichen nationalen Perspektiven erwiesen sich als sehr wertvoll und aufschlussreich.
Das FNA beim Pressefachseminar
Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat im April zum Pressefachseminar eingeladen. Leila Akremi war als Vortragende dabei und blickte zurück auf 25 Jahre Forschungsnetzwerk Alterssicherung.
Seit 25 Jahren steht das FNA für:
- Erstklassige Forschungsförderung als Wissensressource innerhalb der DRV und zur Verwendung im öffentlichen Diskurs
- Exzellente Kontakte in die unabhängige nicht-kommerzielle Forschung und mit Schnittstellenfunktion zwischen Wissenschaft und Verwaltung
- Vielfältige Fördermöglichkeiten für Forschungsprojekte und Stipendien
- Abwechslungsreiche Netzwerkaktivitäten (regelmäßige Tagungen, Workshops und Fachgespräche)
So bietet das FNA sachliche Informationen und fundiertes Wissen zur Alterssicherung und vielfältige Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und Förderung auch des wissenschaftlichen Nachwuchs.
Insgesamt finden die Aktivitäten des FNA eine breite Resonanz in Politik, Medien sowie Öffentlichkeit und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Debatte rund um die Alterssicherung.
Diese Wirkung zeigt sich auch ganz konkret in aktuellen Forschungsprojekten: Katja Möhring von der Universität Bamberg stellte ihr FNA-gefördertes Projekt „Auswirkungen von Erwerbs- und Vorsorgeverläufen in Ost- und Westdeutschland auf die finanzielle Lage im Alter“ vor. Gemeinsam mit Clara Overweg und Andreas Weiland untersucht sie auf Basis von SOEP-RV-Daten Frauen der Geburtsjahrgänge 1937 bis 1989.
Zentrale Erkenntnisse:
Mutterschaft führt in Westdeutschland zu erheblichen Nachteilen bei Rentenansprüchen und Vermögensaufbau – in Ostdeutschland sind diese Unterschiede deutlich geringer. Neu ist der kombinierte Blick auf Rentenansprüche und Vermögen über den gesamten Lebensverlauf hinweg – differenziert nach Kinderzahl sowie Ost und West. In Westdeutschland verbleibt trotz rentenrechtlicher Ausgleichsmechanismen (z.B. Mütterrente) im Durchschnitt ein deutlicher Rückstand im Rentenvermögen gegenüber kinderlosen Frauen. In Ostdeutschland besteht dieser Vermögensnachteil nur für Mütter mit zwei und mehr Kindern. Solche Ergebnisse leisten einen wichtigen Beitrag zur evidenzbasierten Diskussion über Gleichstellung und Alterssicherung.
Die Folien zum Vortrag von Leila Akremi und zur Präsentation von Katja Möhring gibt es hier:
▶ Pressefachseminar 2026
Ein kurzer Film zum FNA ist unter diesem Link verfügbar:
▶ Jubiläumsfilm: 25 Jahre FNA
Neues FNA-Beiratsmitglied
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Das FNA begrüßt Dr. Matthias Flügge (Mitglied des Direktoriums der Deutschen Rentenversicherung Bund) als neues Mitglied im FNA-Beirat.
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Verstärkung in der FNA-Geschäftsstelle
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Wir freuen uns sehr, unsere neue wissenschaftliche Referentin Dr. Leonie Koch im FNA zu begrüßen.
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Umstellung unseres LinkedIn-Accounts
Wir haben unsere Social-Media-Präsenz weiterentwickelt und unser neuer Account ist ab sofort verfügbar unter:
▶ linkedin.com/company/forschungsnetzwerk-alterssicherung
Auf unserem neuen Kanal teilen wir ab sofort Inhalte rund um:
- Alterssicherungsforschung
- Projektförderung
- Veranstaltungen
- Nachwuchsförderung
- und vieles mehr
Damit möchten wir unsere Themen noch gezielter sichtbar machen und den Austausch mit unserer Fachcommunity weiter stärken.
Folgen Sie unserem neuen Kanal, um auch außerhalb unseres Newsletters keine Neuigkeiten mehr zu verpassen!
Neue Datensätze im FDZ-RV
Ab sofort können Sie die neuen Versionen der Scientific Use Files „SOEP-RV Versichertenkontenstichprobe 2022“ und „SOEP-RV Versichertenrentenbestand 2023“ bestellen.
Weitere Informationen zu „SOEP-RV Versichertenkontenstichprobe 2022 (Version 2.0)“ finden Sie unter:
▶ https://fdz-rv.de/soep.v39-RV.VSKT.2022.2-0
Weitere Informationen zu „SOEP-RV Versichertenrentenbestand 2023 (Version 2.0)“ finden Sie unter:
▶ https://fdz-rv.de/soep.v39-RV.RTBN.2023.2-0
Der Datensatz „Versichertenrentenbestand 2025“ ist jetzt als On-Site Version verfügbar:
▶ https://fdz-rv.de/OSV.RTBN.2025.1-0
Die On-Site Version „Versichertenrentenzugang 2025“ ist ab sofort bestellbar:
▶ https://fdz-rv.de/OSV.RTZN.2025.1-0
Zudem ist der Datensatz „Rentenwegfall 2025“ als On-Site Version verfügbar:
▶ https://fdz-rv.de/OSV.RTWF.2025.1-0
FDZ-RV-Jahresbericht 2025 – jetzt online!
Die aktuelle Ausgabe des FDZ-RV-Jahresberichts liefert unter anderem Informationen zum aktualisierten Datenangebot, zum von der DFG geförderten Projekt „Divorce and Diagnosis“ (DiDi) und zu unserem neuen Internetauftritt.
Der FDZ-RV-Jahresbericht 2025 steht ab sofort zum Download bereit:
▶ FDZ-RV Jahresbericht 2025
Umstellung des FDZ-RV LinkedIn-Accounts
Auch im FDZ-RV wurde die Social-Media-Präsenz weiterentwickelt – der neue Account ist ab sofort verfügbar unter:
▶ linkedin.com/company/fdz-rv
FNA-Jahresbericht 2025 – jetzt online!
Die aktuelle Ausgabe des FNA-Jahresberichts gibt Einblicke in geförderte Forschungsprojekte, unsere Nachwuchsförderung, wissenschaftliche Veranstaltungen und Publikationen des vergangenen Jahres.
Highlights:
- Die FNA-Debatte – unser neuestes Veranstaltungsformat als Diskussionsforum zu Kontroversen in der Alterssicherung
- FNA-Jahrestagung 2025 – unsere größte Veranstaltung und für uns immer etwas Besonderes
- Projektförderung 2025 – umfassende Informationen zu den zahlreichen Projekten, die das FNA fördert
Der FNA-Jahresbericht 2025 steht ab sofort zum Download bereit:
▶ FNA-Jahresbericht 2025
Weitere Publikationen:
📖 Borlinghaus, Marcus, Johannes Geyer und Peter Haan (2026)
„Private und betriebliche Altersvorsorge ist zwischen den Einkommensgruppen ungleich verbreitet“, DIW Wochenbericht Nr. 16+17/2026.
▶ https://doi.org/10.18723/diw_wb:2026-16-1
📖 Buhl, Wolfgang und Marcel Lizon (2026)
„Erwerbstätigenversicherung unter Einbeziehung von Beamten - Ziele und Machbarkeit“, DRV Discussion Paper Series, No. 02/2026 (Revised Version).
▶ https://doi.org/10.57823/wnxw-zf08
📖 Garthe, Nina und Hans Martin Hasselhorn (2026)
„Determinanten der Erwerbsperspektive bei den Babyboomern – die Rolle der Finanzen“.
▶ https://www.fna-rv.de/DE/Inhalt/04_Projekte/04-02_Abgeschlossene_Projekte/Projekte/FNA-P-2024-19_Garthe_Hasselhorn_Rohrbacher
📖 Jursch, Benjamin und Octavio Morales (2026)
„Die Auswirkungen einer Pflichtversicherung von Selbständigen auf die Finanzen der gesetzlichen Rentenversicherung“, DRV Discussion Paper Series, No. 01/2026.
▶ https://doi.org/10.57823/p8fn-dn63
📖 Westle, Bettina und Daniel Moosdorf (2026)
„Vertrauen in Informationen zur Altersvorsorge und Altersversorgung“, FNA-Journal 3/2026.
▶ https://www.fna-rv.de/SharedDocs/Downloads/Publikationen/FNA-Journal/FNA-Journal-2026-03
Call for Papers – ZSR Special Issue „25 Jahre Alterssicherungsforschung“
Das FNA widmet sich seit seiner Gründung im Jahr 2001 der Förderung der Alterssicherungsforschung und der kontinuierlichen Weiterentwicklung zentraler Forschungsfelder der Alterssicherung. Anlässlich unseres Jubiläums wollen wir auf über 25 Jahre Alterssicherungsforschung zurückblicken, aktuelle Perspektiven in den verschiedenen Themenfeldern der Alterssicherungsforschung versammeln und bisher unbearbeitet gebliebene Desiderate identifizieren. Die interdisziplinäre und thematische Vielschichtigkeit möchten wir in einer Special Issue der Zeitschrift für Sozialreform abbilden und bitten um theoretisch-konzeptionelle und empirisch ausgerichtete Beiträge, die sich mit folgenden Themen beschäftigen:
- Soziale Ungleichheit, Alterseinkommen und Verteilung
- Arbeitsmarkt, Erwerbsverläufe und Übergänge in den Ruhestand
- Finanzierung, Ökonomie und Nachhaltigkeit der Alterssicherung
- Interdependenzen im System sozialer Sicherung
- Politik und Akteure der Alterssicherung
Wir bitten um Einreichung von erweiterten Abstracts (max. 500 Wörter) bis zum 30.06.2026 an fna@drv-bund.de.
Den Call for Papers gibt es auf unserer Website:
▶ Call for Papers
Oder bei der Zeitschrift für Sozialreform:
▶ https://www.degruyterbrill.com/de/journal/key/zsr/html
FNA-Graduiertenkolloquium am 16. und 17. Juli in Berlin
Wie jedes Jahr haben wir ein interessantes Programm rund um aktuelle Themen der Alterssicherung zusammengestellt. Wir laden alle Interessierten aus Wissenschaft und Praxis herzlich zum Diskutieren und Kennenlernen ein.
Unser Graduiertenkolloquium dient neben dem fachlichen Austausch vor allem auch der Vernetzung innerhalb und zwischen Forschung und Praxis im Themenfeld Alterssicherung. Die Stipendiat:innen des FNA und Nachwuchswissenschaftler:innen aus dem Themenfeld präsentieren ihre Forschung und erhalten ein konstruktives Feedback von Expert:innen aus Wissenschaft, Politik und Verbänden.
Die Anmeldung zum FNA-Graduiertenkolloquium 2026 ist hier möglich:
▶ Anmeldung FNA-Graduiertenkolloquium 2026
Workshop „Kausalanalytische Erkenntnisinteressen in der Alterssicherungsforschung“ am 8. und 9. Oktober vor Ort in Berlin
Kausalanalytische Erkenntnisinteressen spielen in der Alterssicherungsforschung eine große Rolle. Wissenschaftler:innen untersuchen, was Menschen dazu bewegt oder davon abhält, für das Alter vorzusorgen, ob sich das Wissen und Handeln von Menschen durch gezielte Interventionen beeinflussen lässt oder welche Effekte bestimmte Reformen auf das Renteneintrittsgeschehen haben. Der Gegenstandsbereich der Alterssicherungsforschung ist komplex und folgt keinen deterministischen Gesetzmäßigkeiten. Für die Forschung und empirische Analyse ergeben sich daher theoretisch-konzeptionelle und methodische Herausforderungen. Ziel des Workshops ist es, ein besseres Verständnis für die theoretische und empirische Befassung mit kausalanalytischen Fragestellungen zu erlangen. Außerdem bietet der Workshop Gelegenheit, die aktuell in der Forschung angewandten (statistischen) Methoden, deren Möglichkeiten und Grenzen kennenzulernen und zu diskutieren.
Der erste Tag des Workshops widmet sich grundlegend verschiedenen Konzeptionen von Kausalität, methodologischen Aspekten im Zusammenhang mit Kausalität und praxisorientierten Präsentationen zu typischen kausalanalytischen Forschungsdesigns in der Alterssicherungsforschung (Surveyexperimente und Reformen als „natürliche Experimente“). Am zweiten Workshoptag präsentieren Forscher:innen, die Daten der Rentenversicherung nutzen und vom FDZ-RV betreut werden, ihre aktuellen Forschungsprojekte. Es soll ein sicherer Raum entstehen, in dem Work in Progress vorgestellt und mit den Workshopteilnehmer:innen diskutiert werden kann. Dabei liegt der Fokus klar auf konzeptionellen, statistischen und methodologischen Aspekten, die es bei der Umsetzung eines kausalanalytischen Forschungsprojekts mit den Daten der Rentenversicherung zu beachten gilt.
Die Anmeldung zum Workshop ist voraussichtlich Mitte Juli möglich.
Save-the-Date | FNA-Jahrestagung 2027
Am Donnerstag, den 28. und Freitag, den 29. Januar in Berlin
Mehr dazu in Kürze hier:
▶ FNA-Jahrestagung 2027
Nächste Frist für die Einreichung von Projektförder- und Stipendienanträgen: 31. Oktober 2026
Das FNA fördert Forschung zur Alterssicherung auch mit der Vollfinanzierung von Forschungsprojekten über mehrere Jahre und vergibt Stipendien. Entscheidend für die Förderung sind die Relevanz der Fragestellung für die Rentenversicherung und die wissenschaftliche Qualität des Forschungsvorhabens. Förderungsfähig sind Projekte aus unterschiedlichen Fachdisziplinen, gerne auch interdisziplinäre Wissenschaftskooperationen.
Weitere Informationen zur Projektförderung und zu den Stipendien finden Sie auf unserer Website:
▶ www.fna-rv.de
Impressum
Dieser Newsletter wird herausgegeben vom Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA) der Deutschen Rentenversicherung Bund, vertreten durch die Präsidentin Gundula Roßbach.
Redaktion:
fna@drv-bund.de
Postanschrift:
Deutsche Rentenversicherung Bund
0640-FNA
10704 Berlin
Telefon: 030 / 865-89369
E-Mail: fna@drv-bund.de
Internet: https://www.fna-rv.de
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